Programm


Die Programmplanung ist noch nicht abgeschlossen. Details zu weiteren Sprechern und ihren Vorträgen folgen nach und nach.

DI Mag. Günther Greindl
General i.R.

Thema: Neutralität als Baustein internationaler Sicherheit

Die immerwährende Neutralität wurde im Wiener Kongress als Baustein zur Herstellung der Machtbalance geboren. Die Schweiz ist seit dem Vorbild der klassischen Neutralität. Die österreichische Neutralität geht ebenfalls auf die Machtbalance des kalten Krieges zurück. Österreich hat mit dem Beitritt zu den Vereinten Nationen neue Wege beschritten und sich einer aktiven Friedenspolitik verschrieben. Die Blauhelmeinsätze sind der sichtbare Ausdruck. Der Krieg in der Ukraine hat die geostrategische Lage Österreichs nicht verändert. Der Krieg wird möglicherweise die bestehende Weltordnung verändern. In einer neuen Weltordnung kann das neutrale Österreich weiter einen wesentlichen Beitrag zum internationalen Frieden leisten.
1958 bis 1961 Theresianische Militärakademie in Wr.Neustadt
1961 bis 1966 Pionieroffizier in Linz und Salzburg
1966 bis 1969 Generalstabskurs an der Landesverteidigung Wien, anschließend Verwendung als Referent für territoriale Verteidigung im BMLV und Studium der Raumplanung an der TU Wien
1973 Bataillonskommandant 3. Panzergrenadierbrigade in Mautern
1977 erste Auslandsverwendung als Chief Operations Officer und Österreichischer Kontingentskommandant in Zypern (UNFICYP)
1979 bis 1992 UN Force Commander am Golan (UNDOF), Zypern (UNFICYP) und UN Chief Military Observer in Irak- Kuwait (UNIKOM)
1992 bis 2002 Vorsitzender der „UN Consultative Group on the Use of Military and Civil Defence Assets in Disaster Relief“(MCDA).
Ab 1993 Leiter der Generalstabsgruppe Sicherheitspolitik und internationale Beziehungen im BMLV.
1993 bis April 1994 Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs in der „United Nations Protection Force“(UNPROFOR) im ehemaligen Jugoslavien.
2000 bis 2002 erster Militär-Repräsentant bei EU und NATO. Anschließend Versetzung in den Ruhestand.
2013 Verleihung Egon Ranshofen-Wertheimer-Preis für Verdienste um die Republik Österreich im Ausland.
Gründungs- und Ehrenpräsident der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper
Präsident des Vereins Aufbruch-Österreich
Hans Gaiswinkler

Thema: Ist Neutralität überhaupt möglich? Der Versuch einer philosophischen Annäherung.

Als mich vor einigen Wochen ein Bekannter im Zuge einer Diskussion nach meiner Haltung zur Neutralität Österreichs in der jetzigen geopolitischen Lage befragte und ich ihm ein klares Bekenntnis hierzu gab, erhielt ich eine Antwort, die ich so nicht erwartete. Er meinte, dass in der nunmehrigen Lage dieses Bekenntnis für ihn ein klares Zeichen der Parteiung sei. Weiter führte er aus, dass man mit der Neutralitätshaltung automatisch Russland bzw. Präsident Putin unterstütze. Für ihn ist klar, dass Neutralität ein Begriff in der Theorie sei, aber real nicht existieren könne. Dieser Diskurs ist der Hintergrund meiner Ausführungen.
Mag. Hermann Mitterer

Thema: Neutralität: Sicherheitspolitisches Instrument und wesentliches Element der österreichischen Identität

Österreichische Politiker wählten die Neutralität nach „Schweizer Vorbild“ nicht aus moralischen, sondern aus Gründen der Zweckmäßigkeit. Neben der sicherheitspolitischen Funktion der Neutralität wurde diese die(!) identitätsstiftende Institution der Zweiten Republik. Eigenstaatlichkeit und Selbstbestimmung wurden nun massiv beschädigt. Wir müssen dem „Primat der Politik“ das „Primat des Souveräns, des Volkes“ gegenüberstellen!
Hermann Mitterer verfügt beruflich über einen militärischen Hintergrund, spricht auf der Kundgebung aber als Privatperson. Er verfügt über einen Magister in Politikwissenschaft, Soziologie und Erziehungswissenschaft, einen MBA in Bildungsmanagement und ist Autor der Bücher „Bevölkerungsaustausch in Europa“ und „Mit einer Schein-Pandemie in die Knechtschaft“.
Oliver Jeschonek
Mediator und Konfliktforscher

Thema: Mediation und Militär - ein Widerspruch?

Warum ist Mediation zur Konfliktlösung im Zusammenhang mit dem ÖBH kein Widerspruch, wenn doch naturgemäß Militärs in hocheskalierten Konflikte Waffen einsetzen? Welches Bewusstsein braucht es innerhalb des Militärs, dass eine friedliche Konfliktlösung überhaupt möglich sein kann und welchen Einfluss hat dabei die immerwährende Neutralität Österreichs?
Wolfgang Effenberger
Major der Reserve (Bundeswehr) i.R.

Thema: Zweifel an den offiziellen Kriegsgründen von 1949 bis heute

Das gängige Narrativ der USA dient seit 1949 nur dem Ziel, im Dienst einer kleinen imperialen Geld-Elite mithilfe der NATO als militärischem Dominanz-Instrument über Europa zu herrschen (siehe "Schwarzbuch EU&NATO"). Deutschland ist Werkzeug dieser Politik und hat Atomwaffen gelagert. Österreich hat dank seiner Neutralität die Chance, nicht zum Kriegsschauplatz zu werden.
In den 70er Jahren war Wolfgang Effenberger als Hauptmann in der Funktion eines Wirkungsberaters (ADM-Einsatz) tätig. In den 80er Jahren war er als Major der Reserve stellvertretender Kommandeur eines Pionierbataillons.
Olaf Thiede
Hauptmann der NVA i.R.

Thema: Die NVA der DDR an der Nahtstelle zweier militärischer Blöcke

Situation nach dem 2. Weltkrieg
Gründung BRD, DDR
Gründung Westdeutsche Bundeswehr, Nationale Volksarmee (NVA)
Aufnahme der deutschen Staaten in die militärischen Bündnisse
Aufgaben der NVA im Warschauer Pakt
Einfluss der UdSSR innerhalb der NVA
Gesellschaftliche und politische Veränderungen ab 1989
Bedeutung der Neutralität für mich aus heutiger Sicht

Olaf Thiede besuchte von 1979 bis 1982 die Offiziershochschule der NVA in Zittau, Sektion Nachrichten. Von 1982 bis 1983 war er Zugführer eines Richtfunkzuges im 3. Nachrichtenbataillon des Nachrichtenregiments 3 in Leipzig. 1983 bis 1984 besuchte er den Lehrgang an der Militärpolitischen Hochschule in Berlin-Grünau und war seit 1984 bis 30.09.1990 Politoffizier im Stab des 1. Nachrichtenbetriebsbataillons im Nachrichtenregiment 3 in Leipzig. 13.04.1991 zog die Familie nach Klagenfurt, seitdem übte er verschiedene Tätigkeiten in der freien Wirtschaft in Kärnten aus. Seit 02.02.2022 ist er Pensionist. 
Gottfried Pausch
Oberst i.R.

Thema: Österreichs Neutralität ist wichtiger denn je!

Mit dem EU-Beitritt Österreichs (Jänner 1995), der nachfolgenden Teilnahme an der NATO-Partnerschaft für den Frieden (seit Februar 1995) und der Mitwirkung im Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat (seit 1997) hat unser Land die gesetzlich verankerte Verpflichtung zur immerwährenden Neutralität „aufgeweicht“ und damit viel an Reputation als Ort der Begegnung und Vermittlung zwischen Konfliktparteien verloren. Je unverantwortlicher österreichische Politiker den Wert unserer Neutralität hinterfragen, desto wichtiger ist es, dass die Bevölkerung unseres Landes (als SOUVERÄN!) ihre Stimme erhebt und deutlich hörbar die Beibehaltung der immerwährenden Neutralität einfordert! Sie ist wichtiger denn je und darf nicht aufgegeben werden!
Auf seinen Grundwehrdienst im Österreichischen Bundesheer (ÖBH) 1975/1976 folgte 1977 bis 1980 die Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie. Von 1981 bis 2000 war er Infanterieoffizier im Truppendienst, dann Stabsoffizier beim Korpskommando II, Kommando Landstreitkräfte, von 2001 bis 2019 beim Streitkräfteführungskommando und Kommando Luftstreitkräfte und fand temporäre Verwendungen als Projektoffizier im Verteidigungsministerium (2003, 2004, 2005, 2006, 2018, 2019). Seit Juli 2019 ist er im Ruhestand.

DI Mag. Günther Greindl

General i.R.

Die immerwährende Neutralität wurde im Wiener Kongress als Baustein zur Herstellung der Machtbalance geboren. Die Schweiz ist seit dem Vorbild der klassischen Neutralität. Die österreichische Neutralität geht ebenfalls auf die Machtbalance des kalten Krieges zurück. Österreich hat mit dem Beitritt zu den Vereinten Nationen neue Wege beschritten und sich einer aktiven Friedenspolitik verschrieben. Die Blauhelmeinsätze sind der sichtbare Ausdruck. Der Krieg in der Ukraine hat die geostrategische Lage Österreichs nicht verändert. Der Krieg wird möglicherweise die bestehende Weltordnung verändern. In einer neuen Weltordnung kann das neutrale Österreich weiter einen wesentlichen Beitrag zum internationalen Frieden leisten.
1958 bis 1961 Theresianische Militärakademie in Wr.Neustadt
1961 bis 1966 Pionieroffizier in Linz und Salzburg
1966 bis 1969 Generalstabskurs an der Landesverteidigung Wien, anschließend Verwendung als Referent für territoriale Verteidigung im BMLV und Studium der Raumplanung an der TU Wien
1973 Bataillonskommandant 3. Panzergrenadierbrigade in Mautern
1977 erste Auslandsverwendung als Chief Operations Officer und Österreichischer Kontingentskommandant in Zypern (UNFICYP)
1979 bis 1992 UN Force Commander am Golan (UNDOF), Zypern (UNFICYP) und UN Chief Military Observer in Irak- Kuwait (UNIKOM)
1992 bis 2002 Vorsitzender der „UN Consultative Group on the Use of Military and Civil Defence Assets in Disaster Relief“(MCDA).
Ab 1993 Leiter der Generalstabsgruppe Sicherheitspolitik und internationale Beziehungen im BMLV.
1993 bis April 1994 Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs in der „United Nations Protection Force“(UNPROFOR) im ehemaligen Jugoslavien.
2000 bis 2002 erster Militär-Repräsentant bei EU und NATO. Anschließend Versetzung in den Ruhestand.
2013 Verleihung Egon Ranshofen-Wertheimer-Preis für Verdienste um die Republik Österreich im Ausland.
Gründungs- und Ehrenpräsident der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper
Präsident des Vereins Aufbruch-Österreich

Hans Gaiswinkler

Als mich vor einigen Wochen ein Bekannter im Zuge einer Diskussion nach meiner Haltung zur Neutralität Österreichs in der jetzigen geopolitischen Lage befragte und ich ihm ein klares Bekenntnis hierzu gab, erhielt ich eine Antwort, die ich so nicht erwartete. Er meinte, dass in der nunmehrigen Lage dieses Bekenntnis für ihn ein klares Zeichen der Parteiung sei. Weiter führte er aus, dass man mit der Neutralitätshaltung automatisch Russland bzw. Präsident Putin unterstütze. Für ihn ist klar, dass Neutralität ein Begriff in der Theorie sei, aber real nicht existieren könne. Dieser Diskurs ist der Hintergrund meiner Ausführungen.

Mag. Hermann Mitterer

Österreichische Politiker wählten die Neutralität nach „Schweizer Vorbild“ nicht aus moralischen, sondern aus Gründen der Zweckmäßigkeit. Neben der sicherheitspolitischen Funktion der Neutralität wurde diese die(!) identitätsstiftende Institution der Zweiten Republik. Eigenstaatlichkeit und Selbstbestimmung wurden nun massiv beschädigt. Wir müssen dem „Primat der Politik“ das „Primat des Souveräns, des Volkes“ gegenüberstellen!
Hermann Mitterer verfügt beruflich über einen militärischen Hintergrund, spricht auf der Kundgebung aber als Privatperson. Er verfügt über einen Magister in Politikwissenschaft, Soziologie und Erziehungswissenschaft, einen MBA in Bildungsmanagement und ist Autor der Bücher „Bevölkerungsaustausch in Europa“ und „Mit einer Schein-Pandemie in die Knechtschaft“.

Oliver Jeschonek

Mediator und Konfliktforscher

Warum ist Mediation zur Konfliktlösung im Zusammenhang mit dem ÖBH kein Widerspruch, wenn doch naturgemäß Militärs in hocheskalierten Konflikte Waffen einsetzen? Welches Bewusstsein braucht es innerhalb des Militärs, dass eine friedliche Konfliktlösung überhaupt möglich sein kann und welchen Einfluss hat dabei die immerwährende Neutralität Österreichs?

Wolfgang Effenberger

Major der Reserve (Bundeswehr) i.R.

Das gängige Narrativ der USA dient seit 1949 nur dem Ziel, im Dienst einer kleinen imperialen Geld-Elite mithilfe der NATO als militärischem Dominanz-Instrument über Europa zu herrschen (siehe "Schwarzbuch EU&NATO"). Deutschland ist Werkzeug dieser Politik und hat Atomwaffen gelagert. Österreich hat dank seiner Neutralität die Chance, nicht zum Kriegsschauplatz zu werden.
In den 70er Jahren war Wolfgang Effenberger als Hauptmann in der Funktion eines Wirkungsberaters (ADM-Einsatz) tätig. In den 80er Jahren war er als Major der Reserve stellvertretender Kommandeur eines Pionierbataillons.

Olaf Thiede

Hauptmann der NVA i.R.

Situation nach dem 2. Weltkrieg
Gründung BRD, DDR
Gründung Westdeutsche Bundeswehr, Nationale Volksarmee (NVA)
Aufnahme der deutschen Staaten in die militärischen Bündnisse
Aufgaben der NVA im Warschauer Pakt
Einfluss der UdSSR innerhalb der NVA
Gesellschaftliche und politische Veränderungen ab 1989
Bedeutung der Neutralität für mich aus heutiger Sicht

Olaf Thiede besuchte von 1979 bis 1982 die Offiziershochschule der NVA in Zittau, Sektion Nachrichten. Von 1982 bis 1983 war er Zugführer eines Richtfunkzuges im 3. Nachrichtenbataillon des Nachrichtenregiments 3 in Leipzig. 1983 bis 1984 besuchte er den Lehrgang an der Militärpolitischen Hochschule in Berlin-Grünau und war seit 1984 bis 30.09.1990 Politoffizier im Stab des 1. Nachrichtenbetriebsbataillons im Nachrichtenregiment 3 in Leipzig. 13.04.1991 zog die Familie nach Klagenfurt, seitdem übte er verschiedene Tätigkeiten in der freien Wirtschaft in Kärnten aus. Seit 02.02.2022 ist er Pensionist. 

Gottfried Pausch

Oberst i.R.

Mit dem EU-Beitritt Österreichs (Jänner 1995), der nachfolgenden Teilnahme an der NATO-Partnerschaft für den Frieden (seit Februar 1995) und der Mitwirkung im Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat (seit 1997) hat unser Land die gesetzlich verankerte Verpflichtung zur immerwährenden Neutralität „aufgeweicht“ und damit viel an Reputation als Ort der Begegnung und Vermittlung zwischen Konfliktparteien verloren. Je unverantwortlicher österreichische Politiker den Wert unserer Neutralität hinterfragen, desto wichtiger ist es, dass die Bevölkerung unseres Landes (als SOUVERÄN!) ihre Stimme erhebt und deutlich hörbar die Beibehaltung der immerwährenden Neutralität einfordert! Sie ist wichtiger denn je und darf nicht aufgegeben werden!
Auf seinen Grundwehrdienst im Österreichischen Bundesheer (ÖBH) 1975/1976 folgte 1977 bis 1980 die Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie. Von 1981 bis 2000 war er Infanterieoffizier im Truppendienst, dann Stabsoffizier beim Korpskommando II, Kommando Landstreitkräfte, von 2001 bis 2019 beim Streitkräfteführungskommando und Kommando Luftstreitkräfte und fand temporäre Verwendungen als Projektoffizier im Verteidigungsministerium (2003, 2004, 2005, 2006, 2018, 2019). Seit Juli 2019 ist er im Ruhestand.